Gynäkologe (Frauenarzt)

Der Frauenarzt oder Gynäkologe ist Ansprechpartner für Fragen, Probleme und Erkrankungen rund um die weiblichen Geschlechtsorgane, die Schwangerschaft und die Geburt.

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Was ist der Gynäkologe?

An den Gynäkologen wenden sich Patientinnen in der Regel zum ersten Mal, wenn sie in die Pubertät kommen und ihre erste Regelblutung einsetzt. Dann ist der Wandel vom Mädchen zur Frau bereits zu einem großen Teil vollzogen, jedenfalls in körperlicher Hinsicht. Ab diesem Zeitpunkt im Leben der jungen Frau, die als Menarche bezeichnet wird, ist der Gynäkologe künftig Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme rund um das weibliche Geschlecht. Er verschreibt beispielsweise die Pille und berät zum Thema Verhütung, wenn eine andere Methode gewünscht ist. Die hormonellen Methoden, die Sache der Frau sind, verschreibt er und setzt sie notfalls um, falls dazu die Hilfe des Arztes notwendig ist. Wird die Frau schwanger, kann der Gynäkologe sie entweder durch die Schwangerschaft und Geburt begleiten oder sie hinsichtlich einer Abtreibung beraten. Auch für den unerfüllten Kinderwunsch, die Früherkennung und Vorbeugung typischer Erkrankungen von Frauen, etwa Gebärmutterhals- oder Brustkrebs, sowie für die Nachsorge der älteren Frau nach der Menopause oder der Behandlung von Geschlechtskrankheiten ist der Gynäkologe der richtige Ansprechpartner.

Wann zum ersten Mal zum Gynäkologen?

Viele Mütter erscheinen mit ihrer Tochter zum ersten Mal beim Gynäkologen, wenn sie ihre erste Regelblutung bekommt. Die jungen Frauen können dem Frauenarzt alle Fragen stellen, die sie rund um ihre Sexualität und ihre Entwicklung zur erwachsenen Frau haben, und er kann sie ihnen so sicher wie kein anderer beantworten. Außerdem ist die erste Untersuchung keine schlechte Idee, wenn das Mädchen damit einverstanden ist – sie muss allerdings auch nicht durchgeführt werden, wenn sie das noch nicht will. Die erste Regelblutung ist kein fester Termin, sondern lediglich ein guter Zeitpunkt für den ersten Besuch. Viele Mädchen gehen auch erst dann zum ersten Mal zum Gynäkologen, wenn sie Beschwerden bekommen oder mehr über die sichere Verhütung erfahren möchten, was ebenfalls völlig im Rahmen ist. Spätestens kurz vor dem ersten Sex sollte allerdings jede junge Frau beim Gynäkologen gewesen sein, denn nur Jungfrauen können etwa die Impfung gegen das Humane Papillomvirus (HPV) erhalten, das mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs in Zusammenhang gebracht wird.

Die Frage nach dem Geschlecht

Gynäkologen sind größtenteils weiblich, möchte man meinen. Das ist allerdings nicht der Fall: Es gibt auch sehr viele gute männliche Frauenärzte, die von den Patientinnen genauso angenommen werden wie ihre Kolleginnen. Deswegen kann man sich auch als Mann ernsthafte Gedanken darüber machen, sich als Arzt aufs weibliche Geschlecht zu spezialisieren, man wird immer genug Patientinnen finden. Vor allem junge Frauen haben Schwierigkeiten damit, einen männlichen Gynäkologen aufzusuchen, sie schämen sich noch zu sehr und gehen mit ihrer Weiblichkeit noch nicht so offen um wie erfahrene Frauen. Mit dem Alter steigt allerdings auch das Selbstbewusstsein und man wird merken, dass Männer sehr gut für den Beruf des Frauenarztes gemacht sind. Sie sind genauso einfühlsam und gehen natürlich takt- und respektvoll mit ihren Patientinnen um. Viele Frauen schätzen auch das Gefühl der Sicherheit, das ihnen ein männlicher Gynäkologe vermittelt – sie müssen lediglich ihre Scheu überwinden und offen mit ihrem Arzt umzugehen. Dann werden sie erkennen, dass Gynäkologen genauso fähig wie ihre Kolleginnen sind und dass es gar nicht so schwer ist, mit einem kompetenten Mann über typische Frauenprobleme zu reden und von ihm ernst genommen zu werden.