Kinderarzt

Welche Mutter kennt die Situation nicht, dass das Kind ohne erkennbaren Grund plötzlich sehr hohes Fieber bekommt und die Lage allmählich bedrohlich scheint? Wenn alle Hausmittel ausprobiert sind und alle handelsüblichen, rezeptfreien Medikamente das Leiden des Kindes und die Sorgen der Eltern nicht lindern mögen, hilft nur der Gang zu einem Kinderarzt des Vertrauens. Allerdings sind viele Mütter unsicher bei der Frage, wann es tatsächlich notwendig erscheint, mit einem kranken Kind den Kinderarzt aufzusuchen.

Mit welchem Krankheitsbild sollte ein Kind unbedingt zum Arzt gebracht werden?

Eine allgemein gültige Antwort auf diese Frage gibt es zunächst einmal nicht. Generell gilt aber für jede Mutter, die ihr Kind schließlich besser kennt als jeder andere, auf das Bauchgefühl zu vertrauen und bei Unsicherheiten den Weg in die Praxis nicht zu scheuen. Schnell steigendes, hohes Fieber ist gerade bei kleinen Kindern ein häufig zu beobachtendes Leiden, das nicht zuletzt auf den Zahnungsprozess zurückzuführen ist. Stellt die Mutter also fest, dass ihr Kind gerade die ersten Zähnchen bekommt, ist der Gang zum Arzt nicht unbedingt nötig, da Fieber mit dem Zahnen häufig einhergeht. Liegt der Zahnungsprozess hinter den Kleinen, deutet hohes Fieber häufig auf einen nahenden Infekt oder eine Magen-Darm-Erkrankung hin und zumeist wird schnell klar, woher die Ursache kommt. Lassen sich langanhaltende grippale Erkrankungen nicht in den Griff bekommen und das Kind leidet unter starkem Husten, so empfiehlt es sich, das Kind dem Arzt vorzustellen. Nur ein geschulter Mediziner kann die Lunge abhören und hier die weitere Behandlung anordnen. Dasselbe gilt bei Durchfall oder Erbrechen, das sich über einen längeren Zeitraum hinzieht und dem Körper große Wassermengen entzieht. Auch hier muss ein Gang in die Arztpraxis zwingend erfolgen. Bemerken die Eltern, dass sich auf dem Körper des Kindes ungewöhnliche Ausschläge oder Pusteln ausbreiten, die auf eine Kinderkrankheit wie Windpocken hindeuten können, ist genauso von einer Eigenbehandlung dringend abzuraten. Hier benötigt das erkrankte Kind die fundierte medizinische Hilfe eines Kinderarztes.

Das Bauchgefühl entscheidet!

Bemerkt die Mutter eines Kindes andere körperliche Leiden, die rätselhaft erscheinen, sollte es ebenfalls nicht davor scheuen, die Kinderarztpraxis aufzusuchen und den Rat eines Mediziners einzuholen. Lang anhaltende Kopfschmerzen, die keine Ursache zu haben scheinen, zusammen gekniffene Augen oder Fehlhaltungen machen den Arztbesuch unvermeidbar. Dasselbe gilt natürlich bei massiveren Verletzungen. Natürlich muss ein aufgeschürftes Knie nicht vom Kinderarzt behandelt werden, aber ein Arm, der nach einem Sturz für verdächtige Schmerzen sorgt, muss in jedem Fall geröntgt werden. In der Regel haben die Mütter aber ein sehr gutes Gefühl für ihre Kinder und können sehr gut abschätzen, wann es an der Zeit ist, mit dem Kind die Praxis aufzusuchen. Auch die Scheu mancher Eltern, sie könnten sich blamieren, wenn dem Nachwuchs letztendlich nichts fehlt, ist absolut unbegründet. Der Kinderarzt weiß die liebende Fürsorge der Eltern richtig einzuschätzen und letztendlich gilt die Regel: Lieber einmal zu viel beim Arzt gewesen, als einmal zu wenig.

Vorsorgetermine – Pflichtprogramm für Eltern

Fehlt dem Kind nichts und es macht auf die Eltern einen putzmunteren Eindruck, so gehört es dennoch zum Pflichtprogramm, mit dem Kind die regelmäßig vorgesehenen Kontrolluntersuchungen beim Kinderarzt absolvieren zu lassen. Hierbei liegt das Augenmerk des Arztes auf einer altersgerechten Entwicklung des Kindes und dient dem frühzeitigen Erkennen von möglichen Entwicklungsstörungen. Zudem wird ein Seh- und Hörtest mit den Kleinen durchgeführt und der Impfschutz je nach Bedarf aufgefrischt.