Kampf dem Übergewicht – Welche Diät hilft wirklich?

Mit dem Frühling kommt das schlechte Gewissen. Dem Speck den Kampf anzusagen, gehört für viele Deutsche zum alljährlichen Ritual. Die Hoffnung auf die perfekte Bikinifigur treibt die Menschen scharenweise in die Fitnessstudios und in die Laufschuhe. Unzählige Anbieter von Fitness- und Diätprogrammen verdienen gutes Geld mit dem Frust am Speck und viele Ratgeber überbieten sich mit dem Versprechen, die allein selig machende Diät zu kennen. Dabei sind die Regeln für ein gesundes, schlankes Leben allseits bekannt. Mit der richtigen Ernährung und einer Sportart, die ihnen Spaß macht, verlieren Sie Ihre Pfünde ohne Frust.

Besonders Kinder sind es, die vermehrt mit Übergewicht zu kämpfen haben. Die Zahl übergewichtiger Kinder nimmt seit Jahren zu, mittlerweile hat jedes sechste bis siebte Kind in Deutschland zu viel auf den Hüften. Schon von klein auf wird vielen von ihnen eine falsche Ernährung vorgelebt, ungesunde Ernährungsgewohnheiten drohen, ein Leben lang zu bleiben. Aber auch Erwachsene bleiben von Übergewicht und seinen Folgen nicht verschont, mehr als jeder zehnte Erwachsene ist übergewichtig.

Gesund abnehmen – aber wie?

Zum Thema Diät gibt es so viele Meinungen wie Experten. Die gute Nachricht kommt von Forschern aus den USA, die herausgefunden haben, dass das “Wie” gar nicht so wichtig ist. Ob Sie nun Kohlenhydrate, Fette oder Eiweiß in Ihrer Ernährung reduzieren spielt keine so große Rolle. Wichtig ist, dass Sie weniger Energie zu sich nehmen, als Sie verbrauchen. Der Erfolg einer Diät ist dafür stark abhängig von der eigenen Motivation. Die ist am Anfang meistens noch sehr hoch, die Kunst besteht darin, die Motivation über einen langen Zeitraum zu halten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie von vornherein eine Diät wählen, die am besten zu Ihnen passt.

Diäten: Eine kleine Übersicht

So viele Diäten und Schlankheitsratgeber es auch geben mag, sie unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass auf unterschiedliche Bestandteile der Nahrung verzichtet wird. Zu den wichtigsten für die Gewichtsreduktion zählen Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße. Sie sorgen für den mit Abstand größten Teil der Kalorien im Essen.

Ein häufiger Ansatz ist es, den Fettanteil im Essen zu senken. Die Rede ist von den sogenannten Low Fat Methoden. Fette enthalten mehr als doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate und Eiweiße. Daher ist es besonders effektiv, durch Verzicht auf zuviel Fett im Essen die täglich aufgenommenen Kalorien zu senken. Das bringt natürlich nur dann etwas, wenn die eingesparten Brennwerte nicht an anderer Stelle wieder reingeholt werden. Wer also die Fettzufuhr reduziert, aber dafür bei Kohlenhydraten und Eiweißen umso mehr reinhaut, darf sich nicht wundern, wenn die Kilos nicht purzeln wollen. Vor allem durch fettarme Prodkukte lässt sich die eigene Ernährungsweise langfristig umstellen.

Einen anderen Weg beschreiten die Low Carb Methoden, bei denen weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichtet wird. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten sind zum Beispiel Getreideprodukte wie Brot und Nudeln. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen sind ebenfalls reich an Kohlenhydraten. Gegessen werden bei einer Low Carb Diät dafür vor allem viel Fleisch, Fisch, Eier und Milchprokukte. Die Ernährung konzentriert sich also sehr stark auf tierische Produkte. Kombiniert werden diese mit Obst und Salat.

Bei der dritten Methode wird sowohl auf Fette als auch auf Eiweiße verzichtet. Sie wird häufig als Mischkost bezeichnet. Erlaubt sind Obst und Gemüse in großen Mengen, sowie kohlenhydrathaltige Lebensmittel in Maßen. Auch hier ist es wichtig, wie bei allen anderen Diäten, dass die Menge der verspeisten Kalorien insgesamt gesenkt wird.

Weit verbreitet hat sich eine Zeit lang die Überzeugung, dass Trennkost zu einer schlanken Linie führt. Im Wesentlichen wird dabei darauf geachtet, dass Kohlenhydrate und Eiweiße getrennt voneinander zu sich genommen werden. Die Methode beruht auf einer Theorie des US-amerikanischen Arztes William Howard Hay, nach der die Gleichzeitige Nahrungsaufnahme von Kohlenhydraten und Eiweißen dazu führen soll, dass der Stoffwechsel ungüstig beinflusst wird und zu Übergewicht führt. Allerdings widersprechen wissenschaftliche Erkenntnisse der Theorie.

Vorsicht vor dem Jojo-Effekt

Er ist bei Diätwilligen besonders gefürchtet, weil das ganze Verzichten und Mühen schließlich mit einer Gewichtszunahme bestraft wird. So war alle Disziplin umsonst. Der Grund dafür ist, dass der Körper in den Hungerstoffwechsel umschaltet, wenn er langfristig nicht genug zu Essen bekommt. Die Grenze dafür liegt bei ungefähr 1000 Kalorien am Tag, kann aber auch höher sein. Man sollte es deswegen lieber nicht übers Knie brechen mit dem Abnehmen. Besser ist eine langsame Umstellung der Ernährung.

Gesund abnehmen – Mit Sport läufts besser

Alle Diäten sind dann am effektivsten, wenn sie mit Bewegung einhergehen. Schon ein leichtes Fitnessprogramm macht einen großen Unterschied. Mit der Zeit stellt sich im Laufe einer Diät der Stoffwechsel um. Dann klappt es mit dem Abnehmen nicht mehr so schnell, oder auch gar nicht mehr. Regelmäßiger Sport sorgt dafür, dass der tägliche Verbrauch an Kalorien ansteigt. Denken Sie daran, dass sich ein Mehr an Bewegung oft sehr in den Alltag integrieren lässt. Zum Beispiel, indem Sie die Treppe nehmen, statt des Aufzugs. Oder den Weg zur Arbeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, statt mit Bus, Bahn oder Auto.