Hausstauballergie – Kampf gegen die Ursachen

Wer morgens stets mit juckendem Hals, triefender Nase und tränenden Augen aufwacht, bei dem stehen die Chancen nicht schlecht, dass er eine Hausstauballergie hat. Der Grund dafür ist wenig appetitlich, denn die Allergie wird nicht durch den Hausstaub selbst verursacht, sondern durch den Kot kleiner Spinnentiere, die sich vom Staub ernähren. Gegen die Milben kann und sollte aber einiges getan werden. Das gilt nicht nur für Allergiker.

Hausstaubmilben – die heimlichen Herrscher im Schlafzimmer

Ausgerechnet dort, wo wir uns nachts zur Ruhe legen, um zu schlafen, tummeln sich unzählige kleine Spinnentiere, die sich von unseren Hautschuppen ernähren. Was nach einem Horrorfilm klingt, ist alltägliche Wahrheit und findet in Millionen von Schlafzimmern statt. Milben finden in Matratzen, Decken und Kopfkissen ideale Lebensbedingungen. Zum einen ist das Raumklima immer mehr oder weniger gleich, zum anderen finden die Tiere einen niemals endenden Nachschub an Nahrung vor. Denn in jeder Nacht verlieren wir abertausende Hautzellen, über die sich die tierischen Mitbewohner ungeheuer freuen.

Hausstaub besteht bis zu 80 Prozent aus abgestorbenen Hautzellen, die ein Mensch beständig verliert. Der Begriff Hausstauballergie führt dennoch in die Irre, denn nicht der Staub führt zu den allergischen Reaktionen, sondern der Kot von Haustaubmilben, die sich von den organischen Inhaltsstoffen des Hausstaubs ernähren. Ganz vermeiden lässt sich das zwar nicht, aber auf ein Minimum reduzieren kann man die Plagegeister und ihre lästigen Ausscheidungen aber sehr wohl.

Was tun gegen Hausstaubmilben?

Besonders Allergiker, die stark an einer Hausstauballergie zu leiden haben, sollten den Hausstaubmilben den Kampf ansagen. Wenn man bedenkt, dass sich in einem jahrelang ungewaschenen Kissen bis zu einer halben Million Milben tummeln können, wird schnell klar, dass Reinlichkeit oberstes Gebot dabei sein muss. Konzentrieren sollte man sich vor allem auf das Bett. So gibt es zum Beispiel spezielle Bettwäsche für Allergiker, die aus synthetischen Stoffen hergestellt werden und bei 60 Grad gewaschen werden können. Milben sterben bei solchen Temperaturen bereits ab, außerdem finden weniger Milben in den Synthetikstoffen Platz, so dass auch die Menge ihrer Ausscheidungen reduziert wird.

Waschen, lüften, abdichten

Sowohl Bettdecke und Kissen, als auch die Bettbezüge, sollten regelmäßig gewaschen werden, um die Zahl der Milben, die in ihnen wohnen, klein zu halten. Des Weiteren mögen es die Tierchen warm und feucht, weshalb es Sinn macht, die Bettwäsche morgens in die frische, kühle Luft zu hängen und draußen auszuschütteln oder abzuklopfen. Speziell für Hausstauballergiker gibt es obendrein sogenannte Encasings. Das sind extrem feinmaschige Überzüge, die erstens den Kot der Haustaubmilben nicht herauslassen, und zweitens die toten Hautzellen der Schlafenden nicht durchlassen, so dass den Hausstaubmilben das Futter ausgeht. Ein Encasing kann bespielsweise über eine Matratze gezogen werden, um seine Funktion zu erfüllen. Bei einem Matratzenbezug gegen Milben sollte es aber nicht bleiben, auch für Decke und Kissen machen die Überzüge Sinn. Der Einsatz milbentötender Mittel und Sprays bringt dagegen nur kurzfristig etwas, denn andere Milben finden wenig später schnurstracks wieder den Weg zurück in Matratze, Decke und Kissen.