Grippe – Was tun, wenn es Sie kalt erwischt

Grippeviren scheinen die kalte Jahreszeit zu mögen. Dabei fühlen sie sich vor allem im Warmen wohl und verbreiten sich mit Vorliebe in beheizten Innenräumen. Mit einigen einfachen Tricks können Sie eine Ansteckung vermeiden, und falls es Sie doch erwischt, helfen oft schon alte Hausmittel dabei, das Schlimmste zu überstehen.

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen – wenn diese Symptome auftauchen, hat es einen meist erwischt. Wenn es ganz dick kommt, gesellen sich Durchfall und Magenschmerzen noch dazu. Wichtige Unterschiede bestehen dabei zwischen einer echten Grippe, bei der Ärzte auch von einer Influenza sprechen, und einem grippalen Infekt, auch Erkältung genannt. Eine echte Grippe wird durch Grippeviren verursacht und verläuft wesentlicher schwerer. Für manche Menschen kann sie sogar lebensbedrohlich oder tödlich werden.

Erkältung oder Grippe?

Häufig sind sich eine echte Grippe und eine gewöhnliche Erkältung zum Verwechseln ähnlich, da sich ihre Symptome stark überschneiden. Jedoch werden sie nicht nur von jeweils unterschiedlichen Krankheitserregern ausgelöst, sie unterscheiden sich auch in der Art und Schwere ihres Verlaufs. Neben den üblichen Beschwerden wie Kopf- und Halsschmerzen geht mit einer Grippe oft auch hohes Fieber und ein Gefühl der Schwäche einher.

In der Regel macht sich eine Grippe ein bis fünf Tage nach einer Infektion bemerkbar. Sollte sie nach ein bis zwei Wochen nicht wieder abgeklungen sein, ist es spätestens jetzt höchste Zeit zum Arzt zu gehen. Besonders vorsichtig sollten Risikopersonen wie Schwangere, Kleinkinder und ältere Menschen sein, ihnen empfiehlt das Robert Koch Institut, sich einer Grippeimpfung zu unterziehen.

So beugen Sie vor

Grippeviren verbreiten sich über Tröpfcheninfektion, durch Niesen und Abhusten finden die Erreger neue Wirte. Dort setzen sie sich in den Schleimhäuten fest. Zudem bleiben sie mit Vorliebe auf Türklinken und anderen Gegenständen haften und suchen sich von dort aus neue Opfer. Ist eine Grippewelle im Anmarsch, empfiehlt es sich deshalb Orte zu meiden, an denen sich viele Menschen tummeln. Tragen Sie Handschuhe, um sich nicht an Türgriffen oder Haltestangen in Bus und Bahn zu infizieren. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Bewegung stärken zusätzlich Ihr Immunsystem. Weitere Tipps dazu finden Sie in unserem Gesundheitsratgeber.

Was tun, wenn es Sie erwischt hat

Bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung müssen Sie nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Besonders bei einem milden Krankheitsverlauf können kleine Hausmittel die Symptome lindern. Besonders wichtig ist es, viel zu trinken und zu schlafen. Warme Wickel um Hals und Brust helfen gegen Halsschmerzen und Husten. Mit kalten Wadenwickeln lässt sich Fieber senken. Was sich darüber hinaus gegen Grippebeschwerden tun lässt, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Hausmittel.