Akne – Was hilft gegen Pickel und Mitesser?

Der Albtraum eines jeden Teenagers äußert sich in Form kleiner, oft eitriger Pickel auf der Haut. Schon das Gefühl, dass ein Eiterbläschen auf Nase oder Stirn entsteht, lässt junge Menschen dann hyperventilierend in Panik verfallen. Alles, was gegen Pickel hilft oder helfen soll, wird dann auf die betroffenen Stellen geschmiert und gerieben. Das macht die Sache allerdings nicht immer besser. Dabei gibt es durchaus Hausmittel gegen Pickel, die vor Hautunreinheiten schützen. Bei starker Akne können sie einen Hautarzt aber nicht ersetzen.

Tipps dafür, was gegen Pickel hilft, gibt es viele. Ihr Versprechen, zu einer reinen Haut zu verhelfen, können nur die Wenigsten einhalten. Medizinisch gesehen sind Pickel eher harmlos, kosmetisch aber ein Albtraum. Vor allem, wenn sie sich im Gesicht auf Nase, Kinn und Stirn ausbreiten, fühlt sich manch eitle Dame und manch eitler Herr regelrecht entstellt. Dabei sind Pickel ein alter Hut, schon Generationen vor uns haben sich damit herumgeschlagen. Heute haben zwischen 80 und 90 Prozent der Deutschen schon einmal eine Akne gehabt. Auch wenn es viele Mittel gegen Pickel gibt, hilft es vielfach schon, ihre Entstehung zu verstehen, um sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

Verstopfte Poren – wie Pickel entstehen

Die ersten Pickel kommen gewöhnlich mit der Pubertät, was daran liegt, dass der Körper sich hormonell umstellt und vermehrt Talk produziert. Dieser Talg kann die Talgdrüsen verstopfen, es bilden sich kleine Erhebungen auf der Haut. Durch Bakterien in den Drüsengängen entzünden sich die Hautstellen, eitrige Pickel treten an die Oberfläche. Weil die Talkproduktion in Verbindung mit männlichen Hormonen steht, bildet sich Akne bei Jungen und Männern in der Regel heftiger aus. Um Pickel und Pusteln auf der Haut vorzubeugen, müssen die Hautporen frei bleiben. Dafür gibt es eine Reihe guter, wirksamer Maßnahmen. Pickel auszudrücken gehört nicht dazu.

Kein Mittel gegen Pickel: Ausdrücken macht es nur schlimmer

Auch wenn die Versuchung groß ist, bei Pickeln gilt: Finger weg! Denn wer versucht, die eitrigen Bläschen durch wildes Herumdrücken und Kratzen loszuwerden, kann das genaue Gegenteil davon erreichen. Die Bakterien, die bei Pickeln zu der Entzündung unter der Haut führen, können so nämlich ins Blut gelangen. Wer sich seine Pickel ausdrückt, sorgt also schnell dafür, dass sich die Entzündungen weiter verteilen und so neue Pickel entstehen. Außerdem gelangen über die Hände rasch weitere Bakterien in die kleinen offenen Wunden, und damit unter die Haut. Ein weiterer Grund, die Finger von den Pickeln zu lassen ist, dass durch das Ausdrücken fiese Narben und Krater im Gesicht entstehen können, die womöglich ein Leben lang bleiben.

Endlich reine Haut – was gegen Pickel hilft

Mit der Sorge um die eigene Schönheit lässt sich gut Geld verdienen, und so gibt es eine Vielzahl mehr oder weniger teurer Mittel gegen Pickel. Doch nur selten hilft es, sich die verschiedensten Präparate ins Gesicht zu reiben. Die Selbstbehandlung bleibt oft erfolglos, denn das Problem liegt tiefer, genau genommen unter der Haut. Akne ist eine Hautkrankheit, und sollte in vielen Fällen je nach Schweregrad von einem Hautarzt oder einer ausgebildeten Kosmetikerin versorgt werden. Dabei kommen, abhängig von der Akne, eine Reihe von Mitteln zum Einsatz, die äußerlich oder innerlich angewendet werden.

Zunächst einmal können die Mitesser, eine Bezeichnung für die verstopften Talgdrüsen, fachmännisch entfernt werden. Sie werden dazu aufgeweicht und anschließend vorsichtig entleert und gereinigt. Bei starken Entzündungen kann Antibiotika verabreicht werden, das entweder als Creme aufgetragen wird, oder geschluckt werden muss. Für Frauen ist vielfach die Pille ein probates Mittel, Akne in den Griff zu bekommen. Sie sollte aber nur nach Rücksprache mit einem Frauenarzt genommen werden. Hilft alles nichts und ist die Akne besonders hartnäckig und ausgeprägt, kommt ein Wirkstoff namens Isotretinoin zur Anwendung, der die Produktion von Talg stark reduziert. Allerdings kommt es durch das Medikament bisweilen zu starken Nebenwirkungen, so dass die Betreuung durch einen Dermatologen unerlässlich ist.

Die Haut pflegen, damit Pickel nicht entstehen

Hautpflege ist bei Akne das A und O, sollte aber nicht übertrieben werden. Ist die Seife zu aggressiv, schadet das der Haut eher, als dass es Pickel verhindert. Was gegen Pickel hilft, sind spezielle Cremes, die obere Hautschichten abtragen und so verhindern, dass Talgdrüsen verstopfen. Denn ohne den festsitzenden Talg entsteht keine gewöhnliche Akne. Zusätzlich helfen Dampfbäder dabei, die Poren zu öffnen. Kamille ist dafür sehr gut geeignet, da sie beruhigend und antibakteriell wirkt.

Alles was fettet und ölt ist dagegen kontraproduktiv und begünstigt die Entstehung von Pickeln nur. Besser ist es, auf Hautcremes zurückzugreifen, die auf Wasserbasis beruhen. Dass fettige und süße Speisen und Getränke Akne verursachen, ist hingegen nicht bewiesen.