Schuppenflechte

Vor allem unter kosmetischen Gesichtspunkten leiden Menschen mit Schuppenflechte an ihrer Erkrankung. Denn was viele ihrer Mitmenschen nicht wissen ist, dass Schuppenflechte, auch als Psoriasis bekannt, in keinster Weise ansteckend ist. Betroffene werden aufgrund der Vorurteile gegen die entzündliche Hautkrankheit jedoch schnell gemieden oder komisch angeguckt. Betroffenen machen die Reaktionen ihrer Mitmenschen auf die Hauterkrankung indes meist mehr zu schaffen als der Juckreiz, der sie begleitet. Auch wenn die genauen Ursachen noch nicht geklärt sind, wird Schuppenflechte heute als Autoimmunerkrankung verstanden, die vermutlich zum größten Teil erblich bedingt ist. Sie ist bisher zwar nicht heilbar, lässt sich aber lindern und in vielen Fällen gut behandeln.

So sieht Schuppenflechte aus

Bei an Psoriasis Erkrankten bilden sich rote Hautstellen, die wie Inseln auf bestimmten Gebieten der Haut auftreten. Die Stellen grenzen sich recht deutlich von der umliegenden, nicht befallenen Haut ab und sind von silbrig weißen Hautschuppen bedeckt und durchzogen. Besonders häufig betrifft Schuppenflechte die Kopfhaut und Gelenke, wie Knie und Ellenbogen. Sie befällt aber auch gerne Fingerknöchel, den Bauchnabel und den After, und breitet sich zudem bis auf die Finger- und Zehnägel aus. Bei den meisten Erkrankten tauchen die Beschwerden auf der Haut in Schüben auf, deren Ursachen bei jedem verschieden sind. Dennoch gibt es einheitliche Faktoren, die das Risiko von Schüben erhöhen. Dazu zählen Stress, Übergewicht, sowie Nikotin- und Alkoholkonsum.

Schuppenflechte ist nach heutigem Wissensstand eine Autoimmunerkrankung, eine Erkrankung des Immunsystems also. In Folge dessen kommt es bei den Erkrankten dazu, dass sich neue Hautzellen innerhalb weniger Tage bilden und anschließend als Hautschuppen abgeworfen werden. Normalerweise dauert dieser Vorgang bis zu einem Monat.

Schuppenflechte und ihre Folgen

Auch wenn der durch die dermatologische Erkrankung auftretende Juckreiz lästig ist, weitaus folgenreicher sind für die meisten Psoriatiker, wie Menschen mit Schuppenflechte genannt werden, die psychischen Auswirkungen auf ihren Lebensalltag. Sie fühlen sich durch die Hautkrankheit derart entstellt, dass schon die Blicke Fremder ihnen Unbehagen und psychischen Stress verursacht. Doch ausgerechnet dieser Stress führt dazu, dass sich der Hautausschlag verstärkt. Psoriatiker neigen zudem dazu, schneller von Depressionen und Suchterkrankungen heimgesucht zu werden.

So lässt sich Psoriasis behandeln

Auch wenn Schuppenflechte nicht heilbar ist, gibt es eine Reihe von Therapien und Behandlungen, die dafür sorgen, dass die Beschwerden zurückgehen oder weniger stark ausfallen. Eine wichtige Bedeutung kommt dabei der Hautpflege und Hauthygiene zu. Alles, was die Haut reizt, kann den entzündlichen Hautausschlag auslösen und verstärken. Eine Ernährungsberatung ist außerdem oft sinnvoll, weil bestimmte Speisen wie Schweinefleisch und Fett vom Schwein die Krankheit begünstigen. Daneben ist Übergewicht generell ein Risikofaktor für erneute Schübe der Erkrankung, ein gesunder Lebensstil ohne Nikotin und mit wenig Alkohol ist daher sehr empfehlenswert.

Behandeln lassen sich bei Schuppenflechte ausschließlich die Symptome. Dazu kommen beispielsweise verschiedene Salben, Cremes und Lotionen zum Einsatz. Die Inhaltsstoffe sind sehr unterschiedlich, der Einsatz solcher Mittel wird am besten mit einem Hautarzt abgesprochen. Neben der äußerlichen Behandlung können von einem Dermatologen auch Medikamente zur Einnahme verschrieben werden, die entzündungshemmend wirken oder die Überreaktion des Immunsystems hemmen.