Die tödliche Gefahr durch Bluthochdruck

Beim Thema Bluthochdruck ist Deutschland leider Spitzenreiter. Nirgendwo sonst in Europa plagt so viele Menschen zu hoher Blutdruck, und auch im Vergleich mit anderen Industrieländern schneidet Deutschland schlecht ab. Jeder Dritte ist hierzulande betroffen. Dabei ist arterielle Hypertonie, wie Bluthochdruck auch genannt wird, Ursache für eine Menge gefährlicher Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Das Tückische daran: wer betroffen ist, merkt lange Zeit nichts davon. Die gute Nachricht: Durch Medikamente, wie zum Beispiel Betablocker, lässt sich der Blutdruck relativ gut in den Griff bekommen.

Wie Bluthochdruck entsteht

Ein zu hoher Blutdruck entsteht, wenn der Druck in den Blutgefäßen ansteigt. Entscheidend sind dafür zwei Werte. Der erste Wert beziffert den Druck, der in den Gefäßen entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht, um so das Blut durch den Körper zu pumpen und heißt systolischer Blutdruck. Der zweite Blutdruckwert gibt den diastolischen Wert an, also den Wert, der zustande kommt, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte der Blutdruck beim ersten, systolischen Wert unter 140 mmHg liegen, für den diastolischen Wert gilt als Grenze 90 mmHg. Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum sowie Stress sind als größte Risikofaktoren längst entlarvt, aber auch wer gesund lebt, hat ein Risiko zu erkranken, wenn auch geringeres. Wie Bluthochdruck genau entsteht und welche organischen Vorgänge im Körper den Blutdruck regulieren, ist darüber hinaus noch nicht vollständig erforscht.

Behalten Sie Ihren Blutdruck im Auge

Gemessen werden die Blutdruckwerte mit einem Blutdruckmessgerät, was sich auch problemlos selber durchführen lässt. Gelegentliche hohe Werte beim Blutdruck sind dabei kein Problem und bei starker Anstrengung in der Regel auch normal, solange die hohen Werte nicht ständig auftreten. Ist das der Fall, sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen und eventuell einen Kardiologen aufsuchen. Ein Kardiologe ist Facharzt für Herz- und Kreislauferkrankungen. Ab einem Alter von etwa 35 Jahren empfiehlt es sich, den eigenen Blutdruck mindestens alle zwei Jahre von einem Arzt überprüfen zu lassen. Stellt der einen chronischen Bluthochdruck fest, lässt sich die Erkrankung heutzutage durch Medikamente, wie beispielsweise Betablocker, meistens recht gut behandeln.