Herzinfarkt

In vielen Kulturen galt es als Sitz der Seele, und noch heute kommt dem Herz eine besondere Bedeutung und Symbolik zu. Ohne Herzschlag gibt es für uns kein Leben. Umso gefürchteter sind Erkrankungen, die unsere Lebenspumpe befallen. Allen voran der Herzinfarkt, der eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland ist. Scheinbar aus dem Nichts fällt ein Herzinfarkt über die Erschrockenen her, und verändert für diejenigen, die ihn überleben, nicht selten den Rest ihres Lebens. Auch wenn sich ein Herzinfarkt nur selten ankündigt, gibt es durchaus frühe Warnsignale. Außerdem entscheidet die eigene Lebensweise stark darüber, wie hoch das Risiko für einen Infarkt des Herzens ist.

Rund drei bis vier Milliarden Schläge macht unser Herz im Laufe eines Lebens, und läuft dabei häufig zu Höchstformen auf. Bei aller Leistungsfähigkeit ist unser Lebensmotor dennoch anfälliger für Erkrankungen, als es vielen Menschen bewusst ist. Vor allem die üblichen Verdächtigen machen dem Herz zu schaffen: Stress, Übergewicht, Alkohol, Rauchen, Bewegungsmangel und falsche Ernährung. Erste Warnzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden entweder nicht wahrgenommen, oder bewusst übersehen.

Anzeichen für Herzinfarkt

Wie Sie einen Herzinfarkt erkennen, und was dann zu tun ist, erfahren Sie auch in unserem Ratgeber zum Thema erste Hilfe bei Herzinfarkt. Wichtig ist es zu wissen, dass die Symptome nicht immer gleich sind und sich stark unterscheiden können. Am häufigsten treten bei einem Infarkt starke Schmerzen in der Brust auf, die oft von starken Gefühlen der Angst und des Eingeengtseins begleitet werden. Die Schmerzen strahlen zudem in vielen Fällen auf andere Bereiche wie Arme, Schultern und Kinn aus. In einigen Fällen kommen Bauschmerzen und Übelkeit hinzu. Entscheidend für das Überleben des Betroffenen ist dann schnelle Hilfe. Je schneller ein Herzinfarkt erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen des Erkrankten. Wird nicht schnell genug auf die Beschwerden reagiert, steigt zudem das Riskio bleibender Schäden enorm an.

Was einem Herz zu schaffen macht

Viele Menschen, die in ihrem späteren Leben einen Herzinfarkt bekommen, hatten vorher lange einen zu hohen Blutdruck. Bluthochdruck ist eine der Hauptursachen für alle Formen von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Das Tückische daran ist, dass zu hoher Blutdruck lange unbemerkt bleiben kann. Die kostenlose Vorsorgeuntersuchung ab dem Alter von 35 Jahren, der sogenannte Gesundheitscheck, soll versteckte Risiken wie Bluthochdruck rechtzeitig erkennen. Leider drücken sich aber viele Männer und Frauen vor der Untersuchung, besonders Männer scheuen den regelmäßigen Arztbesuch.

Alles, was die Blutbahnen des Herzens verengt oder verstopt, insbesondere die feinen Herzkranzgefäße, führt auf Dauer zu einer Erkrankung des lebenswichtigen Organs. Durch ungesunde Ernährung lagern sich beispielsweise Fett und Kalk an den Innenwänden der Gefäße ab, und verstopfen sie so mit der Zeit. Stress, Übergewicht und Rauchen sezten den Blutgefäßen ebenfalls zu. Löst sich ein Teil der Ablagerung, kann sie in kleinere Gefäße gespült werden und so die Blutzufuhr in das darauf folgende Gewebe stoppen. Infolge dessen stirbt ein Teil des Muskelgewebes am Herzen ab, die Betroffenen bekommen das als Herzinfarkt zu spüren.

Angina Pectoris – frühe Warnsignale ernstnehmen

Nicht immer kommt ein Herzinfarkt aus heiterem Himmel. Eine langjährige Erkrankung der Herzkranzgefäße ist die Regel. Als Vorstufe zum Herzinfarkt sorgt sie dafür, dass eine sogennante Angina Pectoris auftritt. Das sind Schmerzen in der Brust, die durch die Verengung der Herzgefäße ausgelöst werden. Sie halten normalerweise einige Sekunden bis Minuten an und treten meißt bei körperlicher und seelischer Belastung auf. Besonders ernst nehmen sollte man die Schmerzen, wenn sie in Ruhe auftreten. Ein Herzinfarkt ist dann häufig nicht mehr weit entfernt.