Ursachen für Schlaganfall

Wie Sie das Risiko senken, einen Schlaganfall zu bekommen

Unser Gehirn ist ein leistungsfähiges Organ, das bis zu 20 Prozent des eingeatmeten Sauerstoffs verbraucht. Gefährlich wird es aber, wenn dem Gehirn die Luft wegbleibt, denn Nervenzellen sterben ohne Sauerstoff innerhalb von Minuten ab. Bei einem Schlaganfall wird die Blutzufuhr zum Gehirn teilweise oder ganz unterbrochen, den Geschädigten drohen lebenslange Behinderungen oder gar der Tod.

Der Schlaganfall ist eine gefürchtete Krankheit, die in Deutschland als dritthäufigste Todesursache gilt. Zurück bleiben sehr oft Lähmungen und Sprachstörungen, die in langwierigen Therapien behandelt werden müssen. Schwindelgefühle, Lähmungserscheinungen und Sehstörungen sind typische Anzeichen eines Hirninfarkts. Erkennen lässt er sich auch für Laien relativ einfach durch einen Schnelltest. Doch was sind die Ursachen für die Krankheit, und wie lässt sie sich verhindern?

So entsteht ein Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist ein Infarkt im Gehirn, der durch eine unterbrochene Blutzufuhr entsteht. Mediziner unterscheiden dabei zwei Arten, die zwar für die gleichen Symptome und gesundheitlichen Folgen sorgen, in ihrer Entstehung aber verschieden sind. So kann ein Schlaganfall dadurch auftreten, dass Blutgefäße im Gehirn zerplatzen und es so zu Hirnblutungen kommt. Bei dieser Variante sind starke Kopfschmerzen keine Seltenheit. Beim ischämischen Infarkt, der zweiten Spielart der Erkrankung, kommt es durch verengte oder verstopfte Blutgefäße zu einer Unterversorgung des Hirns mit Sauerstoff. Oft sind Gefäßverkalkungen und Blutgerinnsel Schuld daran. Diese Art des Infarkts tritt bis zu zehnmal häufiger auf also ein Infarkt durch Hirnblutung, die Unterscheidung ist für Ärzte aber wichtig, da beide Varianten unterschiedlich behandelt werden müssen.

Schlaganfall – Therapien für den Neuanfang

Die besten Chancen auf Genesung hat bei einem Schlaganfall nach wie vor, wer schnellstmöglich versorgt wird. Bestenfalls wird das von Neurologen einer speziellen Stroke Unit gemacht, die sich besonders gut mit Schlaganfällen auskennt. Mit Hilfe einer Computer- oder Magnetresonanztomografie (CT und MRT) kann ein Radiologe die nötigen Bilder liefern, um einen Hirninfarkt zweifelsfrei zu diagnostizieren und ebenfalls festzustellen, welche Art von Infarkt vorliegt.

Auch wenn ein Schlaganfall schnell versorgt wird, bleiben doch in vielen Fällen Beeinträchtigungen der Motorik, Lähmungserscheinungen sowie sprachliche Einschränkungen zurück. Bei einigen Patienten kommt noch ein stückweiter Verlust der Erinnerung dazu. Deshalb folgt auf die Erstversorgung eines Schlaganfalls im Anschluss meist die Behandlung der Betroffenen durch Therapien. Für die Ausfallerscheinungen des Bewegungsapparats kommen dafür meist eine Kombination aus Ergo- und Physiotherapie zum Einsatz. Um das Sprachvermögen wieder zu gewinnen, kann ein Logopäde vonnöten sein.

Schlaganfall – So beugen Sie vor

Ein Schlaganfall ist ein vielen Fällen Folge von Übergewicht und Bluthochdruck. Rauchen und zu viel Alkohol erhöhen das Risiko ebenso wie Diabetes und ein hoher Cholesterinspiegel. All diese Faktoren stehen auch in Zusammenhang mit Herzinfarkt und weiterer Herz-Kreislauf Erkrankungen. Deshalb schützt nichts besser vor einem Schlaganfall und seinen Folgen als ein gesunder Lebenswandel.