Blähungen – schlechte Luft im Bauch

Blähungen können nicht nur übel riechen, sie können auch äußerst schmerzhaft sein. Ursachen für Blähungen sind in der Regel bei der Art der Ernährung zu suchen, oft ist auch ein Reizdarm daran schuld. Gehen die Blähungen jedoch mit Durchfall, Verstopfung oder Blähbauch einher, ist gegebenenfalls ein Arzt gefragt.

Bei der Verdauung entsteht eine Menge Gas im Darm. Nur wenige wissen, dass ein Großteil des Gases den Körper nicht wie erwartet über den Anus verlässt. Das meiste davon geht vom Darm in den Blutkreislauf über und wird über die Lungen wieder ausgeatmet. Rund ein Liter des Gases, bei dem einen mehr, beim anderen weniger, verbleibt aber im Darm und führt zu Blähungen. Das kann je nach Situation zwar peinlich werden, gesundheitlich gesehen ist das aber normal und ein notwendiger Vorgang. Nicht aber so, wenn die Blähungen starke Schmerzen verursachen oder über ein normales Maß hinausgehen. Man spricht dann auch von Flatulenz.

Blähungen durch Reizdarm

Können andere Krankheiten wie Geschwüre, Infekte und ein Tumor ausgeschlossen werden, ist sehr häufig ein Reizdarm für die Blähungen verantwortlich. Darunter verstehen Mediziner Darmbeschwerden, die durch eine Fehlfunktion des Darms verursacht wird. Die Krankheit kann von einem Internisten diagnostiziert werden, indem andere Ursachen als Grund für die Beschwerden ausgemustert werden. Wirklich heilen lässt sich das Syndrom des Reizdarms nicht. Ein Reizdarm und die begleitenden Blähungen können aber zumindest dadurch gemildert werden, dass auf bestimmte Lebensmittel wie Zwiebeln verzichtet wird. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten! Wer Stress vermeidet, tut seinem Bauch ebenfalls etwas Gutes, und eine Wärmeflasche kann dazu beitragen, dass sich die Bauchschmerzen durch Reizdarm beruhigen.

Blähungen und Durchfall durch Unverträglichkeit

Machen Magen und Darm ständig Probleme, lohnt sich meistens ein Blick auf die Ernährungsgewohnheiten. Denn wer gewisse Lebensmittel nicht verträgt, wird oft von Magenschmerzen, Durchfall und Blähungen geplagt. Vergleichsweise weit verbreitet ist beispielsweise Laktoseinteroleranz. In Deutschland vertragen in etwa 15 Prozent der Bevölkerung keine Milch, weltweit sind es im Schnitt sogar drei Viertel. Genetisch bedingt können sie Milchzucker nicht verdauen, da ihnen zum aufspalten das Enzym Laktase fehlt. Eine Umstellung der Ernährung kann also helfen, Blähungen und Durchfall loszuwerden.

Wenn Blähungen Schmerzen verursachen

Wer sich ständig aufgebläht fühlt, sich aber nicht erleichtern kann, hat oft starke Schmerzen im Bauchbereich. Faulgase wie Methan und Schwefelwasserstoff können sich bei Verstopfung oder bei Fehlfunktionen in den Darmwindungen festsetzen und so zu Schmerzen führen. Ein so genannter Blähbauch kann ebenfalls Grund für die Beschwerden sein. Halten die Beschwerden an, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Schließlich können auch Geschwüre oder gar ein Tumor in manchen Fällen Grund für die Schmerzen sein.