Karies und Parodontose

Nichts macht Zähnen heute so oft zu schaffen, wie die beiden Zahnkrankheiten, die unter den Namen Karies und Parodontose bekannt sind. Echte Probleme machen die beiden in der Regel erst dann, wenn es zu spät ist. Vor allem bei Karies entstehen zunächst keine Schmerzen, erst wenn sie tief in den Zahn eingedrungen ist, macht sie sich bemerkbar. Aus dem Grund mahnen Zahnärzte dazu, regelmäßig zur Zahnvorsorge zu gehen. Zahnerkrankungen lassen sich so schon in frühem Stadium entdecken und behandeln. Allerdings kann für gesunde Zähne weit mehr getan werden, als bloßes Zähneputzen.

Karius und Baktus – viele nicht mehr ganz so junge Erwachsene werden die beiden Zahnteufel aus Kinderbüchern und Hörkassetten noch kennen. Im Mund eines Jungen machen sie sich ein schönes Leben. Bis der beginnt, sich die Zähne zu putzen und zum Zahnarzt zu gehen. Schon früh wurde und wird Kindern eingetrichtert, wie wichtig Zahnhygiene ist. Dabei sind es ausgerechnet die Erwachsenen mit dem erhobenen Zeigefinger, die die schlechtesten Zähne haben. Während fast drei Viertel der Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren noch kariesfrei sind, haben in Deutschland nur noch ein Prozent der Erwachsenen gesunde Zähne.

Karies – warum Zähne faulen

Mund und Rachen sind für Bakterien ein wahres Paradies. Speisen und Getränke müssen hier durch, und ihre Ablagerungen bilden eine gute Lebensgrundlage für die Erreger. Die Bakterien, die für die Zahnfäulnis verantwortlich sind, tragen wir alle schon bald nach der Geburt in unserem Mundraum. Werden die Zähne nicht geputzt, bildet sich auf den Zähnen ein Zahnbelag, die sogenannte Plaque. Auf ihr machen es sich die Karieserreger gemütlich. Angegriffen wird die Zahnoberfläche aber nicht durch die Bakterien selbst, sondern durch ihre Abbauprodukte. Die Zahnsubstanz entmineralisiert mit der Zeit und wird durch Säuren zusätzlich angegriffen. Verhärtet der Zahnbelag mit der Zeit, spricht man von Zahnstein. Den kann auch fleißiges Zähneputzen nicht mehr entfernen. Gegen Zahnstein hilft nur noch eine professionelle Zahnreinigung.

Parodontose – Gefahr durch Zahnfleischschwund

Bakterien im Mundraum greifen nicht nur den harten Zahnschmelz an, sondern machen sich auch gerne an den Verankerungen der Zähne zu schaffen, dem sogenannten Zahnhalteapparat. Man spricht dann von Parodontose, die heute eigentlich Parodontitis heißt. Ob Parodontose oder Parodontitis – gemeint ist das selbe. Bakterien, die im Zahnbelag lauern, führen zunächst zu einer Entzündung des Zahnfleisches. Zahnärzte sprechen von einer Gingivitis. Ein erster Hinweis darauf kann Zahnfleischbluten sein, Schmerzen sind eher selten. Dadurch werden die Beschwerden, wie auch bei der frühen Karies, unterschätzt oder verkannt. Die Entzündung befällt schließlich auch den Knochen und sorgt dafür, dass sich Knochen und Zahnfleisch zurückbilden. Dadurch wiederum legen sich mit der Zeit die Zahnhälse frei, und werden so anfällig für weitere Zahnkrankheiten.

Kampf dem Zahnbelag

Was in der Kindergeschichte gegen Karius und Baktus geholfen hat, kann auch im echten Leben nicht schaden. Weil Zahnbelag die wichtigste Voraussetzung ist für Zahnstein, Karies und Parodontitis, muss ihm mit Zahnbürste und Zahnseide zu Leibe gerückt werden. Doch auch dann ist die Gefahr durch Zahnkrankheiten noch nicht gebannt, denn eine Karies kann sich an unzugänglichen und ungewollt vernachlässigten Stellen immer noch breit machen. Bei regelmäßigen Zahnvorsorgeuntersuchungen lassen sich versteckte Zahnkrankheiten durch den Zahnarzt aber schnell aufspüren. Außerdem ist ab und an eine professionelle Zahnreinigung empfehlenswert, unter anderem um Zahnstein entfernen zu lassen.