Prothesen, Brücken, Implantate – Zahnersatz für Jedermann

Ein strahlendes Lächeln ist nicht nur schön anzuschauen, es ist darüber hinaus auch Ausdruck von Selbstvertrauen und tiefer Zufriedenheit mit sich selbst. Doch fehlende Zähne vertreiben auch der größten Frohnatur das Lächeln von den Lippen. Womit sich Menschen Jahrhunderte lang abfinden mussten, ist heute kein großes Problem mehr. Zahnlücken lassen sich heute auf vielerlei Arten wieder schließen. Guter Zahnersatz ist dieser Tage deshalb meist nur noch eine Kostenfrage. Fehlende Zähne zu ersetzen ist jedoch nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern macht auch aus medizinischer Sicht großen Sinn.

Eitelkeit ist wahrlich keine Erfindung der Moderne, denn schon viele hundert Jahre vor uns waren Menschen bemüht, sich ihr Aussehen und ihre Schönheit durch Zahnersatz zu bewahren. Fehlende Zähne waren also sicherlich noch nie in Mode. Wen wunderts? Die frühsten Funde zeigen Zähne aus Elfenbein, Muscheln, Holz und Tierknochen, mit denen die Lücken im Gebiss kaschiert wurden. Zahnersatz, der neben ästhetischer Zierde auch zum Kauen taugt, ist dagegen eine Erfindung der modernen Zahnmedizin und hat sich erst in den knapp letzten hundert Jahren entwickelt.

Die Dritten – viele Arten von Zahnersatz

Welche Art von Zahnersatz zum Einsatz kommt, wird immer individuell entschieden und hängt neben den Kosten von der verbliebenen Zahnsubstanz ab. Für viele Behandlungen müssen Patienten selbst in die Tasche greifen, die Krankenkassen bezahlen in der Regel nur einen Teil davon. Sinn macht es aufgrund dessen, eine Zahnersatzversicherung oder in jungen Jahren eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, um hohe Kosten für Zahnersatz abzufangen.

Beim Zahnersatz unterscheiden Zahnmediziner drei verschiedene Klassifizierungen: festsitzender, herausnehmbarer und kombinierter Zahnersatz. Zum festsitzenden Zahnersatz gehören Kronen und Brücken. Er lässt sich an den Zähnen befestigen, die im Gebiss noch übrig geblieben sind. Die vorhandenen eigenen Zähne müssen den Druck beim Kauen dann für die Ersatzzähne mittragen. Allerdings hält der Zahnersatz nicht ewig, nach durchschnittlich zehn bis 15 Jahren muss er erneuert werden.

Die zweite Variante von Zahnersatz sind herausnehmbare Prothesen, von denen es viele verschiedene gibt. Sie reichen von einer Teilprothese, bei der einige wenige fehlende Zähne kompensiert werden, bis hin zu Totalprothesen, die die Kauflächen eines ganzen Ober- oder Unterkiefers ersetzen. Im Gegensatz zum festsitzenden Zahnersatz können die Prothesen wieder herausgenommen werden. Bei dem kombinierten Zahnersatz werden die festsitzenden mit den herausnehmbaren Methoden verbunden.

Implantate – nicht nur für junge Menschen eine gute Lösung

Vor allem, wenn junge Menschen ihre Zähne verlieren, kommen heutzutage Zahnimplantate zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Ersatzzähne, die mit Metallstiften im Kieferknochen befestigt werden. Dazu wird in den Kiefer durch einen Kieferchirurgen ein Loch gebohrt, in das der Stift, meist aus Titan, eingesetzt wird. Auf den Stift wird dann eine Befestigung geschraubt, die dafür sorgt, dass die Zahnprothese sicher hält. Zahnimplantate sind allerdings teuer, die Kosten dafür betragen nicht selten mehrere tausend Euro. Wer keine zusätzliche Zahnversicherung abgeschlossen hat, muss die Kosten zum größten Teil selber tragen, da die Krankenkassen nur die so genannte Regelleistung erbringen. Der Anteil, den die Krankenkassen dann beisteuern, beläuft sich oft auf nicht mehr als zehn Prozent der Kosten. Trotz allem sind Zahnimplantate eine gute Investition. Die fühlen sich nicht nur an wie echte Zähne und verrichten unauffällig und unbemerkt ihre Aufgabe – ein wichtigeres Argument für sie ist, dass vorhandene Zähne nicht abgeschliffen werden müssen, um sie zu befestigen. So werden bei anderen Arten von Zahnersatz, wie beispielsweise Brücken, häufig bis zu zwei Drittel der benachbarten Zähne zerstört, um den Zahnersatz zu befestigen.