Apotheken und Ärzte für den Notfall

Außerhalb der gängigen Öffnungszeiten und Sprechstunden sorgen Notfallapotheken und der ärztliche Notdienst dafür, dass die Gesundheitsversorgung in Deutschland rund um die Uhr gewährleistet ist. Selbst die Hilfe eines Zahnarztes kann so im Notfall in Anspruch genommen werden. Lesen Sie, wie Sie eine Notfallapotheke finden und wie Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen können.

Apothekennotdienst

Mehr als 400.000 Ärzte sind in Deutschland gemeldet, und mehr als 20000 Apotheken sorgen für unkomplizierten Zugang zu Arzneimitteln. Durchschnittlich kommen so etwa 200 Bundesbürger auf einen Arzt und 3800 Bürger auf eine Apotheke. Normalerweise können Apotheken und Arztpraxen nur zu bestimmten Öffnungs- und Sprechzeiten in Anspruch genommen werden. Für den Notfall bieten sie jedoch Bereitschaftsdienste an.

Apotheken sind grundsätzlich verpflichtet, die nächstgelegene Notfallapotheke auszuhängen. Neben dem Aushang der Apotheke werden diensthabende Notfallapotheke aber auch in Tageszeitungen abgedruckt oder lassen sich im Internet finden. Ein Notdienstkalender regelt, welche Apotheke wann den Notdienst bereitstellen muss. Die Apotheken wechseln sich damit also ab.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Die Aufgabe eines Bereitschaftsarztes ist es, den behandelnden Arzt außerhalb der Sprechzeiten zu vertreten. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Notarzt, der unter der Rufnummer 112 erreichbar ist. Für akute Notfälle, bei denen es um Leben und Tod geht und auf jede Minute ankommt, ist immer der Rettungsdienst zuständig. Bei Beschwerden, die zwar kein Notfall sind, aber deren Behandlung dennoch nicht warten kann, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst jedoch zuständig. Das kann bei starken Schmerzen der Fall sein, solange kein Notfall vorliegt. Jeder niedergelassene Arzt steht in Deutschland in der Pflicht, sich an der ärztlichen Bereitschaft zu beteiligen, so dass auch hier der Bereitschaftdienst von verschiedenen Ärzten im Wechsel übernommen wird. Bislang gibt es keine einheitliche Rufnummer in Deutschland, um einen Bereitschaftsarzt zu erreichen. Die regionalen oder landesweiten Nummern lassen sich aber leicht im Internet oder Telefonbuch finden. Zudem hinterlassen viele niedergelassene Ärzte die jeweilig gültige Bereitschaftsnummer als Meldung auf ihrem Anrufbeantworter.

Zahnärztlicher Notdienst

In ähnlicher Weise funktioniert der zahnärztliche Notdienst. Für Zahnschmerzen und Zahnbeschwerden, deren Behandlung nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können. Auch hier sind die jeweiligen Rufnummern nicht einheitlich, lassen sich aber in Zeitungen, Telefonbüchern oder im Internet finden. Wie beim ärztlichen Bereitschaftsdienst auch hinterlassen die meisten Zahnärzte die Rufnummer des zahnärztlichen Notdienstes zudem auf ihrem Anrufbeantworter. Anders als der ärztliche Notdienst machen Bereitschaftszahnärzte allerdings keine Hausbesuche, sondern müssen in ihrer jeweiligen Praxis aufgesucht werden.