Impfschutz: Mit Kinderkrankheiten ist nicht zu spaßen

Was man bei technischen Geräten unter Kinderkrankheiten vesteht, sind kleinere Fehler, die schnell behoben sind und nicht wesentlich stören. Ob bei Auto oder Mobiltelefon, Kinderkrankheiten werden als lästig aber harmlos angesehen. Beim Thema Gesundheit gelten Kinderkrankheiten ebenfalls oft als unbedenklich, was auch daran liegt, dass sie durch Schutzimpfungen seit Jahrzehnten viel von ihrem Schrecken verloren haben. Nichtsdestotrotz verstecken sich dahinter nicht selten gefährliche Krankheiten, die besonders für Erwachsene alles andere als harmlos sind. Für Schwangere gilt das in erhöhtem Maße. Rechtzeitige Impfungen schützen Kinder davor, die Krankheiten durchleiden zu müssen. Gleichzeitig sollen sie dafür sorgen, dass diese Erkrankungen irgendwann einmal ganz aussterben.

Kinderkrankheiten: Von Keuchhusten bis Windpocken

Hinter dem Begriff Kinderkrankheiten verbergen sich eine Vielzahl von Krankheiten, die zumeist im Kindesalter auftreten und in der Mehrzahl durch Viren ausgelöst werden. Die meisten von ihnen sind hoch ansteckend und hinterlassen, wenn man einmal an ihnen erkrankt war, eine lebenslange Immunität. Allerdings bringen sie eine ganze Reihe möglicher Komplikationen mit sich. Die reichen von Lungen- und Mittelohrentzündungen über Meningitis bis hin zu bleibenden Lähmungen, und können in manchen Fällen zudem tödlich enden. Ihr wirkliches Gefahrenpotential zeigen viele Kinderkrankheiten heute noch in Entwicklungsländern, in denen Impfungen und ärztliche Notversorgung für viele Menschen nicht zur Verfügung stehen. Zu den wichtigsten Kinderkrankheiten gehören:

  • Windpocken
  • Kinderlähmung
  • Masern
  • Mums
  • Keuchhusten
  • Röteln
  • Ringelröteln
  • Dreitagefieber

Impfen macht immun

Für die meisten der oben genannten Kinderkrankheiten gibt es Schutzimpfungen, die zu einem hohen Grad vor einer Erkrankung schützen. Die Impfungen sind in den ersten Lebenswochen bis Lebensmonaten verfügbar. Gegen einige Erkrankungen gibt es dazu kombinierte Impfungen, so dass schon ein Pieks immun gegen sie macht. Die so genannte MMR-Impfung beugt beispielsweise gegen Masern, Mumps und Röteln vor. Allerdings wird sie heute gerne durch den MMRV-Impfstoff abgelöst, der zusätzlich vor Windpocken schützt. Vorgesehen ist die Impfung etwa ab dem 15. Lebensmonat, in Außnahmefällen auch früher.

Einige Eltern, die Impfungen misstrauisch gegenüberstehen, bevorzugen es, dass ihr Kind auf natürlichem Wege erkrankt, und so gegen die Krankheit immun wird. Ein extremes Beispiel dafür sind so genannte Masernpartys, auf denen gesunde Kinder ohne Impfschutz mit kranken Kindern zusammengebracht werden, um angesteckt und so immun zu werden. Solche Praktiken sind nicht nur rechtlich höchst bedenklich, Mediziner warnen eindringlich davor. Mögliche Erkrankungen und Komplikationen sind bei Impfungen weitaus seltener und verlaufen wesentlich milder ab, als das bei einer richtigen Erkrankung der Fall wäre. Ein Kinderarzt informiert Sie gerne und ausführlich über die Impfmöglichkeiten bei Kleinkindern, sowie auch über mögliche Risiken und Nebenwirkungen.