MPU – Der Weg zurück zum Führerschein

Ab 2013 gelten für Verkehrssünder strengere Regeln. Nach acht Punkten ist der Führerschein weg, und Punkte lassen sich vorher nicht mehr abbauen. Vor allem wem der Führerschein aufgrund gravierender Verstöße im Straßenverkehr oder wegen Alkohol und anderer Drogen am Steuer entzogen wird, muss eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) über sich ergehen lassen, um die Fahrerlaubnis wieder zu erlangen. Von den Kosten für eine MPU abgesehen, bedeutet das für die Betroffenen eine Menge Stress und Vorbereitung.

Eine MPU, oder Idiotentest, wie der Volksmund sagt, hat den Sinn und Zweck, die Fahreignung einer Person zu überprüfen, deren Fahrerlaubnis entzogen worden ist. Jedes Jahr müssen sich über 100.000 Verkehrssünder der Untersuchung unterziehen. In über der Hälfte der Fälle ist Alkohol am Steuer der Grund dafür, bei jedem Fünften waren Drogen wie zum Beispiel Cannabis oder Amphetamine im Spiel.

Für die Betroffenen stellt sich zunächst die Frage, wie hoch die Kosten für eine MPU sind. Die variieren je nach Art und Schwere des Verstoßes, zwischen rund 380 Euro und 730 Euro kann eine MPU kosten. Sind Alkohol oder härtere Drogen im Spiel, sind die Kosten für eine MPU höher, als das bei Verkehrsverstößen der Fall ist.

MPU Beratung – Vorbereitung auf die MPU

Um eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung zu bestehen und die Fahrerlaubnis neu erteilt zu bekommen, ist es häufig ratsam, eine MPU Beratung zu machen. Anbieter dafür gibt es viele und lassen sich im Internet leicht finden. Wichtig ist aber dabei darauf zu achten, dass das Angebot seriös ist. Die Beratung sollte in jedem Fall von einem Verkehrspsychologen oder einem verkehrspsychologischen Berater durchgeführt werden.

Dabei wird der Teilnehmer dann mit dem Ablauf einer MPU bekannt gemacht. Dabei geht es allerdings nicht darum, einen Fragenkatalog auswendig zu lernen. Denn bei einer MPU wird ein Gutachten erstellt, das über die Fahreignung des Untersuchten urteilen soll. Ziel einer MPU Vorbereitung sollte es deshalb nicht nur sein, den eigenen Führerschein wieder zu bekommen, sondern in der Beratung den eigenen Fahrstil und gegebenenfalls den Umgang mit Alkohol zu reflektieren, um so in Zukunft den erneuten Verlust des Führerscheins zu vermeiden.