Die beliebtesten und besten Hausmittel

Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen. Bevor moderne Medikamente ihren Platz einnahmen, wussten sich die Menschen mit natürlichen Heilmitteln und Hausmitteln zu helfen. Etwas anderes blieb ihnen gar nicht übrig, die Apotheke um die Ecke gab es halt noch nicht. Auch wenn die moderne Medizin vielen Krankheiten ihren Schrecken genommen hat und Arzneimittel die Lebenserwartung und Lebensqualität vieler Erkrankten enorm verbessert haben – natürliche Hausmittel haben den Vorteil, dass sie kaum Nebenwirkungen haben. Lesen Sie, welche Hausmittel gegen Kopfschmerzen, Fieber, Durchfall und weitere Beschwerden helfen.

Allgemeine Tipps

Die meisten Beschwerden und Wehwehchen kommen gut ohne Arzt und Medikamente aus. Bei Erkältung, Grippe, Durchfall und vielen anderen Krankheiten lässt sich dennoch einiges tun, um die körpereigene Abwehr bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Im Schlaf ist das Immunsystem besonders aktiv. Bleiben Sie also im Bett, wenn es nur irgendwie möglich ist. Stress bewirkt bekanntlich das Gegenteil. Wer viel Stress hat, wird schneller krank und braucht länger, um wieder gesund zu werden. Wer besonders häufig krank ist, sollte deshalb auf den alltäglichen Stresslevel achten und ihn so niedrig wie möglich halten. Ist der Körper durch Infektionen geschwächt, ist er noch mehr als sonst auf ausreichend Flüssigkeit angewiesen. Besonders bei Fieber und Durchfall sollten Sie viel trinken. Bei Fieber hat sich der Richtwert bewährt, je erhöhtem Grad der Körpertemperatur einen Liter mehr zu trinken. Gut sind vor allem Mineralwasser und Tees.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden, rund 70 Prozent der Deutschen haben regelmäßig darunter zu leiden. Jeder Zwanzigste hat sogar täglich mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Gerne und schnell wird dann zu verschreibungsfreien Schmerzmitteln gegriffen. Die bringen aber die Gefahr mit sich, dass die Schmerzen bei häufigem Gebrauch chronisch werden. Außerdem geraten viele Menschen in eine Abhängigkeit des Medikaments. Das ist bei Schmerzmitteln besonders oft der Fall.

Während chronische Kopfschmerzen ärztlich untersucht werden sollten, lassen sich die Beschwerden bei vielen Betroffenen zumindest lindern. Hausmitteln sollte dabei der Vorrang gegeben werden. Jedoch gibt es kein Patentrezept, so dass jeder Betroffene zunächst einmal ausprobieren muss, was ihm oder ihr am besten hilft. So kann, je nachdem, Wärme oder Kälte gut tun und die Schmerzen abmildern. Trinken hilft dann, wenn Flüssigkeitsmangel der Grund für die Kopfschmerzen ist, sonst eher nicht. Wohltuend wirkt außerdem Minzöl, das Sie auf Stirn und Schläfen reiben können. Seien Sie aber vorsichtig, dass Sie die ätherischen Dämpfe nicht ins Auge bekommen.

Bei Migränepatienten kann die Behandlung mit Minzöl allerdings nach hinten losgehen und ist deshalb nicht zu empfehlen. Das liegt daran, dass Migränepatienten in der Regel sehr reizempfindlich sind und der Geruch des Minzöls eine Migräne auslösen oder verstärken kann. Zudem reicht es oftmals schon aus, für ein wenig Frischluft und Bewegung zu sorgen. Ein kleiner Spaziergang kann leichte Kopfschmerzen schnell vertreiben.

Hausmittel gegen Fieber

Bei Fieber sind Wadenwickel gut dazu geeignet, das Fieber zu senken. Nehmen Sie dazu feuchte, kühle Tücher, und wickeln Sie sie um die Waden des Erkrankten. Etwa eine Viertelstunde lang dürfen die Wickel auf den Waden bleiben, um die Körpertemperatur zu senken. Die Wadenwickel lassen sich zusätzlich mit Essig tränken, um das Fieber noch stärker abzusenken.

Weil der Körper durch das Fieber viel Flüssigkeit verliert, ist Trinken enorm wichtig. Wasser und Tees sind die beste Wahl gegen den Flüssigkeitsverlust. Kamillen- und Lindenblütentee sind zudem entzündungshemmend. Darüber hinaus sollten Sie sich schonen und im Bett bleiben. Bei starkem Fieber gilt das auch noch für die nächsten drei Tage nach dem Fieber. Klingt das Fieber nach einigen Tagen nicht ab oder wird bedrohlich hoch, sollten Sie zum Arzt gehen.

Hausmittel gegen Husten und Halsschmerzen

Wen Husten und Halsschmerzen quälen, der kann dagegen innerlich und äußerlich mit Hausmitteln vorgehen. Besonders, wenn eine Infektion die Bronchien erreicht hat, sind warme Wickel eine gute Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern. Gut eignen sich diese in Verbindung mit Kartoffeln oder Ingwer. Die Kartoffeln werden dazu gekocht. Sie speichern die aufgenommene Wärme für eine recht lange Zeit. Sie sollten anschließend zerkleinert und in die Tücher eingewickelt werden. Danach werden die Kartoffelwickel um die Brust gebunden. Der Ingwer wird zerrieben und aufgebrüht. Anschließend werden die Tücher in die heiße Brühe getränkt und dem Erkrankten umgebunden. Heilerde ist ebenfalls ein bewährtes Mittel in Verbindung mit Wickeln. Bei den Anwendungen mit warmen Wickeln sollten Sie aber darauf achten, dass diese nicht zu heiß sind, damit die Haut nicht verbrüht wird.

Zur inneren Anwendung eigenen sich wiederum Tees. Auch hier wirkt Kamille sowohl beruhigend als auch antibakteriell. Empfehlenswert sind auch Tees vermischt mit einer großen Portion Honig. Einige Menschen schwören dazu auf Knoblauch, weil es ebenfalls antibakteriell sein soll. Kräuter- und Salbeitee sind ebenfalls wohltuend für einen gereizten Hals. Auf Zigaretten sollten Sie allerdings verzichten, denn Rauchen reizt den Hals nur zusätzlich. Schonen Sie zudem Ihre Stimme, denn das viele Reden strengt den Hals ebenfalls an.

Hausmittel gegen Durchfall

Wer Durchfall hat, für den ist zunächst einmal Schonkost angesagt. Alles, was fettig ist oder den Magen anderweitig reizt, ist tabu. Das gilt in besonderem Maße, wenn eine Magenschleimhautentzündung für die Magen-Darm-Probleme verantwortlich ist. Zerriebene Möhren und Äpfel eignen sich gut als schonende Mahlzeit, Zwieback ebenfalls. Auch bei Durchfall schätzen viele Betroffene die beruhigende Wirkung einiger Tees, wie zum Beispiel Kamillentee. Viel trinken sollten Sie bei Durchfall ohnehin, da der Körper einiges an Wasser verliert und schnell austrocknet. Gegen Unwohlsein oder Bauchschmerzen tut Wärme häufig gut. Durch eine Wärmeflasche lässt sich der rumorende Bauch oft schon gut beruhigen.